Newsletter Ausgabe 02/2025

Newsletter Ausgabe 02/2025

Liebe Mitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,

im neuen Newsletter geht es um die Erwartungen der Agrargenossenschaften an die neue Bundesregierung, die Verbandsforderungen zur GAP ab 2028 und unseren Förderpreis für Agrargenossenschaften! Weiterbildungen, Fachartikel, die Verbandsnews und das beliebte Format „Kennen Sie schon…?“ dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Herzlich,
Ihr Team für Agrargenossenschaften

Du bist jung, engagiert, arbeitest in einer Agrargenossenschaft und bist dort auch Mitglied? Du hast praktische und innovative Ideen umgesetzt, mit denen es in deiner Agrargenossenschaft wirtschaftlich, technisch oder organisatorisch nach vorne geht? Du hast etwas Tolles gemacht, um die Agrargenossenschaft und euer Team voranzubringen? Ihr habt als Team eine Idee umgesetzt, um die Agrargenossenschaft in der Region bekannter zu machen? Oder etwas ganz anderes rund um die Genossenschaft, das endlich mal einen Preis verdient hat?

Dann bewirb dich für den Förderpreis „Wir von hier: Junge Profis in Agrargenossenschaften!“

Du engagierst dich besonders in deiner Agrargenossenschaft und zeigst Verantwortung als genossenschaftlicher „Mit-Unternehmer“ - bist vielleicht sogar aktiv in Vorstand oder Aufsichtsrat? Dann solltest du dich schleunigst bewerben, denn wir suchen genau dich!
Ihr möchtet Euch als Team bewerben? Kein Problem. Alle müssen volljährig und dürfen maximal 40 Jahre alt sein.
Mit dem Förderpreis für Nachwuchskräfte zeichnet der Genoverband e.V. junge Profis und Mitglieder in Agrargenossenschaften aus und unterstützt die Gewinner mit einem Preisgeld von insgesamt 4.500 Euro.
Sehr gerne kannst du deine schriftliche Bewerbung auch mit einem Video / Podcast ergänzen. Lass der Kreativität freien Lauf!
Zeige uns, was du kannst und bewirb dich für den Förderpreis „Wir von hier: Junge Profis in Agrargenossenschaften!“

Bewerbt euch jetzt!

Eure Bewerbung reicht bitte hier ein. Der Bewerbungsschluss ist am 02. Mai 2025.

Über die Vergabe des Förderpreises entscheidet eine Jury, bestehend aus den folgenden Branchenexperten: Nina Berlin (Kommunikationsleiterin Deutscher Raiffeisenverband e.V,), Claudia Duda (Chefredakteurin Bauernzeitung), Wilfried Lenschow (Vorstandsvorsitzender Agrargenossenschaften Bartelshagen I e.G.); Peter Götz (Vorstand Genoverband e.V.), Christopher Braun (Abteilungsleiter Agrarwirtschaft DZ Bank) und Dr. Andreas Möller (Leiter Kommunikation/Politik Trumpf SE und Buchautor).

Du hast Fragen und möchtest mit uns sprechen?
Schreibt uns eine E-Mail an agrar@genoverband.de oder ruft uns unter +49511 9574 5291 an.

Die Bundesregierung soll nach den Vorstellungen von CDU/CSU und SPD bis Ostern stehen. Ende März haben die mit Fachpolitikern besetzten Verhandlungsgruppen ihre Vorschläge für die Kapitel im Koalitionsvertrag vorgelegt.
Das Ergebnispapier der Arbeitsgruppe „Ländliche Räume, Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt“ hat der Genoverband e.V. ausgewertet. In vielen Bereichen zeichnen sich Verbesserungen ab.

Für Agrargenossenschaften sind folgende wichtige Vorhaben enthalten:

Eigenständige GAP mit entsprechendem Budget im nächsten EU-Finanzrahmen
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) soll ein eigenständiger Politikbereich bleiben und finanziell entsprechend ausgestattet sein. Die Verhandler wollen die 1. Säule der GAP einkommenswirksam, bürokratieärmer, transparenter und effizienter ausgestalten. Jung- und Neulandwirtinnen und -landwirte sollen stärker gefördert werden. Über Einkommensanreize soll die Erbringung gesellschaftlicher Leistungen deutlich gesteigert werden.

Bürokratieabbau durch bundesweit einheitliche Anträge und Streichungen
Um den allseits geforderten Bürokratieabbau zu erreichen, will die Bundesregierung unter anderem die Agraranträge bundesweit vereinheitlichen und digitale Antragsverfahren vorantreiben. Berichtspflichten sollen überprüft und möglichst verschlankt werden. Die Vorschläge der Länder zum Abbau der Bürokratie werden dabei erneut bewertet.
Weitere Vorhaben sind:
• Novellierung des Agrarstatistikgesetzes, um Betriebe zu entlasten (bessere Nutzung vorliegender Daten, um Doppelmeldungen zu beenden)
• Neugestaltung von Bagatellschwellen in Planungs- und Genehmigungsverfahren
• Abschaffung unnötiger doppelter Meldungen und Aufzeichnungspflichten, wie beispielsweise im Bereich der Tierarzneidatenbank
• Abschaffung entbehrlicher Berichte zur Entlastung von Behörden und Wirtschaft

(Wieder-)Einführung von Risikoausgleichsrücklage, Diesel-Rückvergütung, geförderter Mehrgefahrenversicherung
Die Koalition plant die Schaffung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage sowie weiterer finanzieller Anreize zur Wettbewerbsfähigkeit. Die von der Union angekündigte vollständige Wiedereinführung der Agrardiesel-Rückvergütung steht ebenfalls auf dem Zettel. Geprüft werden soll darüber hinaus eine Förderung der Mehrgefahrenversicherung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK).

Bessere Rahmenbedingungen für Nutztierhaltung
Die neue Bundesregierung möchte verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Planungssicherheit für die Nutztierhaltung schaffen. Die Mittel für den tierwohlgerechten Stallbau sollen dauerhaft auf Grundlage staatlicher Verträge bereitgestellt werden.
Weiter ist vorgesehen:
• Mindestens 20 Jahre Bestandsschutz für neu- und umgebaute Tierwohlställe
• Unkomplizierter Tierartenwechsel im BauGB
• Einführung eines Prüf- und Zulassungsverfahren für Stallsysteme
• Praxistaugliche Umgestaltung der Regelungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes für die landwirtschaftliche Tierhaltung
• Weiterentwicklung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes, Erweiterung auf weitere Tierarten, den gesamten Lebenszyklus und die Außerhausverpflegung

Düngerecht und Pflanzenschutz
Laut der Vorschläge für den Koalitionsvertrag soll die Stromstoffbilanzverordnung abgeschafft und durch ein Monitoring im Düngegesetz ersetzt werden. Effizienter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird als wichtiges Instrument der landwirtschaftlichen Erzeugung gesehen.

Uneinigkeit beim Mindestlohn
Die Verhandlungsgruppe hat keine Einigung zur geforderten Ausnahmeregelung vom geplanten Mindestlohn in Höhe von 15 Euro gefunden. Ob es einen Netto-Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte geben wird, entscheidet jetzt also die 19-köpfige Hauptverhandlungsrunde, der auch die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD angehören.

Die Vorschläge der Verhandlungsgruppe würden deutliche Verbesserungen für die Landwirtschaft bedeuten. Der Genoverband verfolgt die laufenden Verhandlungen sehr eng und setzt sich gemeinsam mit seinen Bundes- und Partnerverbänden weiter für bessere Rahmenbedingungen für die Genossenschaften ein.

Daniel Illerhaus Profil bild
Pressesprecher Verband

Daniel Illerhaus

Abteilungsleiter Kommunikation, Marketing, Politik

Der Genoverband e.V. hat anlässlich der bevorstehenden neuen Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein Forderungspapier aus Sicht der Agrargenossenschaften formuliert und am 27. März 2025 in der Fachratssitzung der Agrargenossenschaften beschlossen.

Agrargenossenschaften sind mitgliedergetragene, kooperative und demokratische landwirtschaftliche Unternehmen und ein Zukunftsmodell für eine nachhaltige Landwirtschaft.
• Agrargenossenschaften bieten Landwirten die Möglichkeit den Strukturwandel kooperativ und gemeinsam gleichberechtigt zu gestalten.
• Agrargenossenschaften ermöglichen es jungen Landwirten auf unkomplizierte Weise, sich als gleichberechtigter Mit-Unternehmer zu beteiligen und unternehmerische Verantwortung in einem landwirtschaftlichen Betrieb zu übernehmen.
• Agrargenossenschaften verbinden bäuerliche Landwirtschaft und regionale Verbundenheit mit professionellem und unternehmerischem Engagement.
• Ziel der Agrargenossenschaft ist immer die Förderung ihrer landwirtschaftlichen Mitglieder.

Es muss endlich Schluss damit sein, dass diese Mehrfamilienunternehmen in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU bzw. in der nationalen Umsetzung der GAP wegen ihrer spezifischen kooperativen und demokratischen Form (weder Einzelbetrieb oder Personengesellschaft noch Kapitalgesellschaft) benachteiligt werden. Dies verhindert insbesondere auch die Gründung solcher innovativer Kooperationsmodelle in der Landwirtschaft.

Vielmehr bietet eine gezielte Förderung der Gründung von Agrargenossenschaften die Chance für die Landwirte, ihre Zukunft selbst zu bestimmen und damit eine regional verankerte, verantwortungsvolle sowie gleichzeitig wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu gestalten.

Die Agrargenossenschaften fordern deshalb:
I. Zukunftsmodell Agrargenossenschaften stärken!

1. Keine Diskriminierung, sondern Anerkennung von Agrargenossenschaften durch eine GAP, die bei der Förderung die gleichberechtigte Mitgliedschaft und das Mit-Unternehmertum jedes aktiven Mitglieds berücksichtigt, insbesondere bei:

• einer eindeutigen Formulierung auf Ebene der EU-Gesetzgebung, die eine Diskriminierung von kooperativen Mehrfamilienbetrieben wie Agrargenossenschaften auf der nationalen Ebene ausschließt
• einer Förderung für Junglandwirte für alle jungen Mitglieder in Agrargenossenschaften
• Förderkriterien, die sich an der Betriebsgröße oder -form orientieren, müssen bei Agrargenossenschaften immer auf das einzelne Mitglied bezogen werden

Dies betrifft z.B.:
• Kappungsgrenzen
• degressive Gestaltung von Förderkriterien
• Förderung der ersten Hektar eines Betriebs
• besondere Förderung kleiner Betriebe

2. Besondere Unterstützung und Förderung von genossenschaftlicher Kooperation in Agrargenossenschaften! Die Agrargenossenschaft ist eine zukunftsweisende kooperative Unternehmensform für landwirtschaftliche Betriebe:
• Die Gründung von Agrargenossenschaften als kooperative und demokratische Mehrfamilienunternehmen sollte im Rahmen der GAP besonders gefördert werden.
• Der Beitritt zu Agrargenossenschaften ermöglicht es jungen Landwirten vergleichsweise einfach, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen und sich an einem landwirtschaftlichen Betrieb zu beteiligen. Dies sollte gefördert werden.
• Agrargenossenschaften tragen erheblich zur wirtschaftlichen aber auch zur sozialen und kulturellen Entwicklung im ländlichen Raum bei. Dies sollte im Rahmen der GAP berücksichtigt werden.

II. GAP zum Maßstab für echte Nachhaltigkeit ausbauen!

1. Die GAP steht für nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft
• Nachhaltigkeit umfasst sowohl ökologische, ökonomische als auch soziale Aspekte. Dabei ist wichtig, dass alle drei Aspekte gleichberechtigt berücksichtigt werden.
• Es muss darauf geachtet werden, dass die ökonomischen Belange der Betriebe nicht vernachlässigt werden und neben den ökologischen auch die sozialen Leistungen der Landwirte und der Agrargenossenschaften anerkannt werden.

2. Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen klar definieren. Öffentliche Leistungen der Landwirtschaft müssen im Rahmen der GAP klar definiert werden. Aus Sicht der Agrargenossenschaften gehören hierzu u.a.:
• Ernährungssicherung
• Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung
• regionale Wertschöpfung
• Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum
• tiergerechte Haltung
• Klimaschutz
• Gewässerschutz
• Umwelt- und Naturschutz
• Landschaftspflege

III. Kohärenz zu anderen Politikbereichen sicherstellen!

• Die GAP muss sich wieder als die europäische Agrarpolitik etablieren und darf nicht durch andere Politikbereiche wie Finanz- oder Umweltpolitik verwässert werden.
• Es darf keine parallele Agrarpolitik durch andere Politikbereiche geben, um klare und konsistente Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft zu gewährleisten.

IV. GAP muss vereinfacht und praxistauglich werden!

1. Vereinfachung des bürokratischen Aufwands: Der bürokratische Aufwand für Betriebe und Verwaltung muss deutlich reduziert werden, um die Effizienz zu steigern und die Arbeitsbelastung zu senken.

2. Digitalisierung ausbauen: Die Digitalisierung in der Landwirtschaft und Verwaltung muss weiter vorangetrieben werden, um Prozesse zu optimieren und den Zugang zu Informationen zu erleichtern.

3. Leistungen handlungsorientiert honorieren: Die Honorierung von Leistungen sollte stärker an konkreten Handlungen orientiert sein, um Anreize für nachhaltiges Wirtschaften zu schaffen.

4. Nachweisführung vereinfachen: Die Nachweisführung muss durch die Nutzung vorhandener Daten und Zertifizierungen (z. B. QM+, RISE) vereinfacht werden, um den administrativen Aufwand zu minimieren.

5. Genossenschaftlichen Pflichtprüfung: Die genossenschaftliche Pflichtprüfung, der sich alle Agrargenossenschaften unterziehen müssen und die neben der Wirtschaftlichkeit auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Erfüllung des Förderzwecks prüft, könnte zumindest in Teilen eine staatliche Überprüfung der Voraussetzung für GAP-Förderung überflüssig machen.

Andreas Eisen Profil bild

Dr. Andreas Eisen

Beratung und Betreuung Genossenschaften
Bereichsleiter

Auf dem Foto v. l. n. r.: Ralf-Dieter Lewin, Geschäftsführer AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH, Matthias Stünz, Vorstand FPV e.V., Dr. Andreas Eisen, Bereichsleiter Genoverband e.V./Geschäftsführer AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH, Karina Nitz, Vorstand FPV e.V. und NEU Prokuristin AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH.

Der Fachprüfungsverband für Produktivgenossenschaften e.V. (FPV) beteiligt sich mit Wirkung zum 01. Januar 2025 an der Genoverband-Tochter AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH. Diese Zusammenarbeit stärkt die Kooperation zwischen dem Genoverband und dem FPV und bietet allen Agrargenossenschaften ein umfassendes Beratungsangebot.

Durch diese Beteiligung schafft der FPV für seine Mitglieder den Zugang zu einer starken genossenschaftlichen Agrarberatung und ermöglicht der AWADO eine deutliche Vergrößerung des Kundenpotenzials bei Agrargenossenschaften. Die AWADO Agrar- und Energieberatung GmbH setzt als verlässlicher Kooperationspartner für den FPV ihre Wachstumsstrategie im Bereich Agrarberatung fort. Das Beratungsangebot umfasst unter anderem betriebswirtschaftliche Beratung, Fördermittelberatung, Nachhaltigkeitsberatungen, Energieeffizienzberatung, Personalmanagement (inklusive Vergütungssysteme) sowie Personalsuche.

Diese verstärkte Kooperation ermöglicht es beiden Verbänden, ihre Expertise und Dienstleistungen zu bündeln, um ihren Mitgliedern ein breiteres Spektrum an Lösungen anzubieten und die Interessen der Agrargenossenschaften stärker zu vertreten.

Andreas Eisen Profil bild

Dr. Andreas Eisen

Beratung und Betreuung Genossenschaften
Bereichsleiter

Genoverband e.V.: Agrargenossenschaften sind ein Zukunftsmodell!


Auf Einladung von der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EU und des Agrarministeriums Mecklenburg-Vorpommern diskutierten am 19. März 2025 Ministerinnen und Minister sowie Staatssekretäre aller ostdeutschen Landwirtschaftsministerien und Abgeordnete der Landtage mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Vertretern der Generaldirektion Landwirtschaft über die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028.
Dabei wurde mehr als klar, dass es wichtig ist, die Vorstellungen und Positionen der ostdeutschen Bundesländer, mit ihrer spezifischen Agrarstruktur zu diesem frühen Zeitpunkt in die Diskussion einzubringen. Vor allem wurde deutlich gemacht, dass die Ausrichtung der künftigen Agrarförderung nach ‚Bedürftigkeit‘ von Betrieben und dem Fokus auf kleinere Betriebe einen Rückschritt der GAP und eine erneute Groß-Klein-Diskussion mit sich bringen würde. Der Fokus der Agrarförderung müsse sich, unabhängig von der Größe, auf wirtschaftlich stabile Betriebe mit ökonomischer, ökologischer und sozialer Tragfähigkeit richten.

Deutlich einfacher und praktikabel müsse die GAP werden, so brachte die brandenburgische Ministerin Hanka Mittelstädt eine zentrale Forderung auf den Punkt. Abbau der überbordenden Bürokratie und der Verzicht auf Detailsteuerung waren ebenso Kern der Diskussion wie auch die Forderung der Fokussierung der Agrarförderung auf die auch sicherheitspolitische Frage der Ernährungssicherung.
Auf Zustimmung traf die Forderung des Genoverband e.V. das Modell der Agrargenossenschaft als Chance für Landwirte zu fördern, um gemeinsam den Strukturwandel zu gestalten. Dies dürfe nicht durch kurzsichtige Diskussionen zu obligatorischen Kürzungen von Direktzahlungen etc. im Keim erstickt werden, betonte Dr. Andreas Eisen, der sich vehement für die Gleichbehandlung von Agrargenossenschaften als Mehrfamilienbetrieben einsetzte.

Andreas Eisen Profil bild

Dr. Andreas Eisen

Beratung und Betreuung Genossenschaften
Bereichsleiter

Liebe Mitglieder und Unterstützer,
unsere Agrargenossenschaften leisten täglich Großartiges – sie stehen für Zusammenarbeit, Verantwortung und eine starke Gemeinschaft. Doch genau diese Werte werden aktuell nicht fair berücksichtigt: Die derzeitige Regelung der Junglandwirteförderung benachteiligt Agrargenossenschaften systematisch. Das wollen und dürfen wir nicht hinnehmen! Gemeinsam mit der renommierten Anwaltskanzlei DOMBERT Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB setzen wir uns für eine gerechte Lösung ein.

Doch um diesen Weg erfolgreich zu gehen, brauchen wir eure Unterstützung – finanziell und solidarisch!

Warum geht es hier um uns alle?
Agrargenossenschaften stehen für Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung – seit jeher sind diese Werte unser Fundament. Dass wir nun systematisch benachteiligt werden, ist inakzeptabel. Unser Recht auf Gleichbehandlung ist im Gesetz verankert, und wir werden es nicht einfach aufgeben!

Euer Beitrag zählt!
Der Solidarfonds wurde ins Leben gerufen, um dieses Anliegen zu finanzieren. Jeder Euro fließt gezielt in das Verfahren – und nicht benötigte Mittel werden selbstverständlich zurückerstattet.
Jetzt ist der Moment, zusammenzustehen und unsere Zukunft zu sichern.

Werdet Teil des Einsatzes für Fairness!
Beteiligt euch am Solidarfonds und setzt gemeinsam mit uns ein starkes Zeichen! Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Agrargenossenschaften die Anerkennung und Gleichberechtigung erhalten, die sie verdienen.
Lasst uns diese Herausforderung meistern – für uns alle!

Kontodaten:
IBAN: DE58300600100000151360
BIC: GENODEDDXXX
BLZ: 30060010
Verwendungszweck: Solidarfonds Junglandwirteförderung

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Katrin Wacker-Fester

Agrarberaterin

Uwe Tiet Profil bild
RA

Uwe Tiet

Seniorreferent Recht

Das Wichtigste in Kürze:

- Hoffnung auf bessere Agrarpolitik nach der Bundestagswahl ist gering (78% halten eine Verbesserung für sehr oder eher unwahrscheinlich)
- Mehrheit der Genossenschaften wünscht einen Unions-Landwirtschaftsminister (64 %)
- Ansatzpunkte für Verbesserungen sind der Bürokratieabbau und faire Wettbewerbsbedingungen

Zur gesamten Pressemitteilung, die zu diesem Thema versendet wurde, geht es hier.

Laurie Breuer Profil bild

Laurie Breuer

Referentin Kommunikation und Politik

Hier geht es zur Konsultation.

Deutschland hat am 14.03.2025 den Status „Maul- und Klauenseuche (MKS)-frei ohne Impfung“ von der WOAH wiedererlangt, eine Ausnahme gilt für die Zone um das Gebiet des Ausbruchs in Brandenburg bis zum 11.04.2025 (Aussetzung des Freiheitsstatus).

Nach Ungarn sind nun auch in der Slowakei erste MKS-Fälle gemeldet worden.

Hier geht es zu den neuesten Informationen des BMEL.

Welche Dienstleistungen bieten die Beraterinnen und Berater des Genoverband e.V. für Sie als Agrargenossenschaften? Um einen Überblick zu bekommen, haben unsere Kollegen Kristina Weber und Alfred Johne Erklärvideos erstellt, die die verschiedenen Beratungsschwerpunkte beleuchten. Diese möchten wir Ihnen hier vorstellen.

In diesem Video geht es um die Düngebedarfsermittlung.

Im nächsten Newsletter präsentieren wir Ihnen das Video zum Thema Personalsuche.

Sie haben aktuell offene Stellen in Ihrem Unternehmen oder Sie planen, Vakanzen perspektivisch zu besetzen?
Wir als erfahrenes Recruiting-Team unterstützen Sie dabei, diese Talente zu finden und Ihre Personalbedarfe – heute und morgen – optimal zu decken.
Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir Ihre Anforderungen und bringen Sie mit den passenden Kandidaten zusammen.
Unsere Leistungen für Sie:

  • Vakanzen effizient besetzen: Wir identifizieren und vermitteln Ihnen qualifizierte Talente, die nicht nur fachlich, sondern auch menschlich perfekt zu Ihrem Unternehmen passen.
  • Nachfolgeplanung: Wir helfen Ihnen, frühzeitig die Weichen für kommende Personalveränderungen zu stellen, damit Sie immer handlungsfähig bleiben.
  • Unser Talentpool: Wir verfügen über ein Netzwerk von Fach- und Führungskräften, die aktiv auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind und ideal in Ihr Unternehmen integriert werden können.

Mit unserer Unterstützung sparen Sie wertvolle Zeit und Ressourcen und gewinnen gleichzeitig Zugang zu Kandidaten, die Ihr Team stärken und Ihr Unternehmen voranbringen.
Warum wir?
Weil Recruiting mehr ist als das Besetzen von Stellen – besonders im Agrarbereich. Wir wissen, dass es nicht nur darum geht, eine offene Position zu füllen, sondern die richtigen Talente zu finden, die Ihre Visionen mittragen und langfristig zum Erfolg Ihres Unternehmens beitragen.
Als Fachkräfte aus dem Agrarbereich verstehen wir Ihre spezifischen Herausforderungen und wissen, worauf es ankommt. Wir hören Ihnen zu, denken langfristig und bringen Sie mit den Fachkräften zusammen, die perfekt zu ihren Anforderungen passen.
Lassen Sie uns über Ihre aktuellen und zukünftigen Personalbedarfe sprechen – gemeinsam stellen wir sicher, dass Sie immer die richtigen Menschen an Ihrer Seite haben.
Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören, denn der beste Moment für die Zukunftsplanung ist jetzt – lassen Sie uns gemeinsam die Talente finden, die Ihr Unternehmen braucht.

Herzliche Grüße,
Ihr Recruiting-Team

Katrin Wacker-Fester Profil bild

Katrin Wacker-Fester

Agrarberaterin

Was machen Sie bei dem Genoverband e.V.?
Ich bin Diplom-Agraringenieurin (Abteilung Beratung und Betreuung Genossenschaften II) und berate Genossenschaften in den Regionen Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Welche Schwerpunkte betreuen Sie?
Ich berate die Genossenschaften rund um betriebswirtschaftliche Fragestellungen, beantworte Finanzierungsfragen und übernehme gutachterliche Tätigkeiten bei Unternehmensumstrukturierungen, Verschmelzungen und Umwandlungen von Genossenschaften (und Unternehmen anderer Rechtsformen). Außerdem gehören die Analyse und Neugestaltung von Geschäftsunterlagen und die Fachberatung für den Obst- und Weinbau zu meinen Aufgaben.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Mein Arbeitstag besteht aus der direkten Arbeit mit Mandanten vor Ort (Abstimmung von Projektinhalten) und der späteren konkreten Bearbeitung der Aufträge im Büro. Zudem bin ich für die Qualitätssicherung der Projektergebnisse meiner Kollegen und Kolleginnen zuständig.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
In meiner freien Zeit suche ich den Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit – am liebsten in der Natur oder in meinem Atelier!

Dr. Manuela Ranscht Profil bild

Dr. Manuela Ranscht

Diplom Agraringenieurin
Beratung in Finanzierung und betriebswirtschaftlichen Fragen

Die Managementqualifikation für (Nachwuchs-)Führungskräfte geht in die nächste Runde. Melden Sie sich jetzt schon an!

Managementqualifikation für (Nachwuchs-)Führungskräfte
Block 1: Das 1 x 1 der erfolgreichen Mitarbeiterführung - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.
Block 2: Professionelles Finanzmanagement – Betriebe zukunftssicher gestalten - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.
Block 3: Reputation kommt durch Kommunikation - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Grundlagen Jahresabschluss - Extra-Fortbildung für „neue Buchhaltungskräfte“ - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Kreditvergabe in der Landwirtschaft: Kreditvergabeprozesse verstehen und steuern - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Online-Qualifizierung für das Ehrenamt in Genossenschaften 2025 - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Online-Seminar: Neu im Vorstand oder Aufsichtsrat in Genossenschaften

Modul 1: Aufgaben, Rechte, Pflichten und Haftung - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.
Modul 2: Bilanzierung, Bilanzanalyse und Kennzahlen - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.
Modul 3: Compliance - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.
Modul 4: Grundlagen des "Integrierten Corporate Governance Systems" - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.
Modul 5: IT-Sicherheit und Cyber-Security - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Management mit MS 365 - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Web-Training & Präsenzvorbereitung: Pflanzenschutz-Sachkundenachweis für Abgeber und Anwender nach § 9 PflSchG - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Online-Seminar: Sachkunde Töten von Wirbeltieren nach § 4 Abs. 1 Tierschutzgesetz - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Sachkunde Anwendung von Antikoagulantien - Aufbauseminar für Sachkunde gem. § 4 Abs. 1 Tierschutzgesetz - Hier geht’s zur Anmeldung und den Veranstaltungsdetails.

Fachrat Agrargenossenschaften tagte in Kuhlowitz

Auf dem Foto sind zu sehen von links nach rechts: Jan Gumpert (stellv. Vorsitzender Fachrat), Dr. Andreas Eisen (Bereichsleiter Beratung und Betreuung, Genoverband e. V.), Steffen Steinbrück (Erzeuger-Genossenschaft Neumark eG), Egbert Laaß (Agrargenossenschaft Cobbelsdorf eG), Siegmar Arnoldt (AGROLAND Agrar eG Thörey Rehestädt), Fred Schulze (Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk), Frank Jahnke (Agrar-Produkte eG Spornitz), Wilfried Lenschow (Agrargenossenschaft Bartelshagen I eG), Peter Götz (Vorstand Genoverband e.V.).


Am 26. März fand die Sitzung des Fachrats Agrargenossenschaften statt. Neben den Entwicklungen im Verband wurde ein Forderungspapier zur GAP ab 2028 (siehe Beitrag oben) besprochen und vom Fachrat genehmigt. Zum Stand des Klageverfahrens zur Junglandwirteförderung wurde berichtet sowie nochmals zu einer finanziellen Beteiligung aufgerufen (siehe Beitrag oben).

Im Rahmen des internationalen Jahres der Genossenschaften wurde der Förderpreis für Junglandwirte in Agrargenossenschaften „Wir von hier: Junge Profis in Agrargenossenschaften!“ initiiert. Dieser wurde im Fachrat vorgestellt und zur aktiven Teilnahme aufgerufen. Die Bewerbungsunterlagen finden Sie im hier.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Cybersicherheit in der Landwirtschaft. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und der damit verbundenen Risiken wurde die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs betont, denn laut Silas Kämpchen betrifft „Cybersicherheit nicht nur das Internet.“
Christoph Metzner vom Deutschen Raiffeisenverband diskutierte mit den Fachratsmitgliedern den aktuellen Stand der Koalitionsverhandlungen.
Am Ende der Veranstaltung wurden die ausscheidenden Mitglieder des Fachrats verabschiedet, die sich für die kommende Wahl nicht mehr aufstellen lassen. Der Stellvorsitzende sowie Peter Götz und Dr. Andreas Eisen würdigten die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder.

Wechsel im Vorsitz des Verbandsrates des Genoverband e.V.

Dr. Peter Hanker verabschiedet sich nach über acht Jahren an der Spitze. Christoph Ochs übernimmt den Vorsitz des Verbandsrates. Hier geht es zum gesamten Beitrag.

Netzwerktreffen der Schülergenossenschaften
Am 05.02.2025 fand ein Netzwerktreffen für Schülergenossenschaften statt. Die Volksbank in Ostwestfalen eG und das Team Schülergeno hatten ein abwechslungsreiches Programm aus informativen Vorträgen und interaktiven Workshops konzipiert. Sind Sie neugierig, welche wertvollen Erfahrungen die Teilnehmer gemacht haben?
Lesen Sie weiter und entdecken Sie die Höhepunkte dieses besonderen Events.

22. Mai 2025: Tag der Junglandwirte mit Personalschwerpunkt in Sachsen-Anhalt.
Weitere Details folgen.

22. Mai 2025: Kostenfreies Info-Webinar: “Personal suchen, finden, binden”
Die richtige Personalstrategie entscheidet heute mehr denn je über den Erfolg eines Unternehmens. Doch wie findet man qualifizierte Fachkräfte in einem sich wandelnden Arbeitsmarkt? Und wie gelingt es, Mitarbeitende langfristig zu binden?

In unserem kostenfreien Info-Webinar: „Personal suchen, finden, binden“ zeigen wir Ihnen in nur 60 Minuten, welche aktuellen Herausforderungen und Chancen es in der Personalsuche und -bindung gibt.
Sie erfahren, - wie sich Personalsuche verändert hat und welche Möglichkeiten es gibt; - warum eine aktive Suche immer wichtiger wird; - welche Strategien unterstützen oder auch helfen können, gutes Personal langfristig zu halten.

Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Impulse für Ihre Personalstrategie zu erhalten und im Anschluss Ihre individuellen Fragen mit unseren Experten zu besprechen.
Termin: Donnerstag, 22. Mai 2025, 11:00 Uhr – 12:00 Uhr
Ort: Online (Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung per E-Mail)
Anmeldung: Bitte registrieren Sie sich bis zum 21. Mai 2025 hier.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Simone Roscher Profil bild

Dr. Simone Roscher

Abteilungsleitung Beratung und Betreuung Genossenschaften II

Christoph Gottwald Profil bild
RA

Christoph Gottwald

Abteilungsleiter Beratung und Betreuung Genossenschaften